Frank Werner: "Survival Training"

 
Frank Werner: "Survival Training"

am Dienstag, 3. Juli 2007, 18.00 Uhr

 

Eine Veranstaltung des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität Bochum

 

Der Berliner Künstler Frank Werner (1968 geboren, Mitglied der Independent Performance Group, zuletzt auf der Biennale Venedig vertreten) über seine Arbeit:

"Leben zeigt sich mir als Situation endloser Arbeit, ein Zustand, der uns nicht erlaubt in einer Art festem Punkt sozialer Philosophie zu ruhen. Aus dieser westlich- protestantischen Mentalität heraus erstelle ich Videos, Performances und Rauminstallationen.

Hierbei arbeite ich meist mit mir verwandten Personen und Aspekten meiner eigenen Geschichte, um eine von mir empfundene Diskrepanz des Individuums in den Konstruktionen Sozialer Action erfahrbar zu machen. Eine Diskrepanz, die entsteht durch unsere Erwartungshaltung des steten Wachstums, der Entwicklung und des sich Erweiterns, gefüttert von der Erfahrungswertigkeit, die wir erhalten durch Tradition und Geschichte, durch Angst und Hoffnung.

Meine Arbeiten beginnen oft mit einer Explosion oder einer anderen Art von Dekonstruktion, um eine Chance zu eröffnen für einen Neubeginn, um eine Chance zu eröffnen für ein neue mögliche Struktur. Auch wenn es vergeblich scheint, versuchen wir oft unser Bestes zu geben, versuchen es wieder, versuchen es wieder, versuchen es wieder... .

Dies alles geschieht auf eine glamouröse Weise, mit Analogien zu Medienspektakel und Bühnen-Events. Mit den Waffen ·einer schönen Welt·, eben so, wie wir es normalerweise gewohnt sind und gelehrt werden die Dinge aufzunehmen."