Ingeborg Lüscher, Die andere Seite, Yossi Cohen, 2012
Monika Huber, Einsdreissig, 11/321, 2011-2012

 

fremdes sehen

 

Monika Huber: Einsdreißig

Ingeborg Lüscher: Die andere Seite

 

26. Januar bis 21. April 2013

 

Vom 26. Januar bis zum 21. April 2013 zeigt Situation Kunst (für Max Imdahl) Fotografie-Überarbeitungen von Monika Huber und eine Videoinstallation von Ingeborg Lüscher. Beide Künstlerinnen reagieren mit ihren Werken auf aktuelles politisches Geschehen. Ihre künstlerischen Interventionen weisen jedoch weit über die Tagesaktualität hinaus. In ihrer Videoinstallation Die andere Seite (2011) verschafft Ingeborg Lüscher Angehörigen von Opfern beider Seiten des Nahostkonflikts ein stummes, visuelles Forum. Die in der fortlaufenden Serie Einsdreißig (seit 2011) zusammengefassten Fotografie-Überarbeitungen Hubers hingegen resultieren aus einer intensiven Auseinandersetzung mit der jüngsten Kriegs- und Krisenberichterstattung in den Fernsehnachrichten. Dabei erfolgt die Frage nach Authentizität und Wahrheitsgehalt der massenmedial vermittelten Bilder selbst aus multi- bzw. intermedialer Perspektive.

 

Monika Hubers Werk konzentrierte sich in den 1980er Jahren zunächst auf die geometrische Form des Rechtecks in unterschiedlichen Variationen. Sie entwickelte eine Reduktion der Farbpalette zugunsten der Betonung der architektonischen Strukturen eines Bildes. Seit 1995 findet dieses Interesse an architektonischen Fragestellungen auch in diversen Kunstprojekten im öffentlichen Raum seinen Ausdruck. In den letzten Jahren ergänzt Huber ihr mediales Spektrum um Fotografien, die sie – dem griechischen Ursprung des Wortes folgend – als Malereien mit Licht begreift. Durch manuell beigebrachte malerische Überarbeitungen ergeben sich weitere Bedeutungsebenen. Dabei geht es ihr nicht um die gegenständliche Darstellung von etwas, sondern um eine fruchtbare, über das Sichtbare hinausweisende Uneindeutigkeit, die den Betrachter aktiv einbindet.

 

Ingeborg Lüschers künstlerischer Werdegang beginnt in den späten 1960er Jahren und schließt an ihre Arbeit als Schauspielerin sowie an ein Psychologiestudium an. Das Werk der künstlerischen Autodidaktin ist geprägt von der Verwendung unkonventioneller Materialien, die von starkem Symbolwert sind und auf ihre Fähigkeit hin befragt werden, Erinnerungen und Geschichte in sich zu speichern. So zeugen etwa die aus Zigaretten- und Zigarrenresten gefertigten „Stummelbilder“ von den Menschen, die sie – ob genussvoll oder stressbehaftet – binnen weniger Minuten zu Überresten ihrer ursprünglichen Form gemacht haben. Die Arbeit mit Materialien wie Schwefel, Asche oder Steinen verdeutlicht ebenfalls diese intensive Beschäftigung mit Themen wie Leben, Tod und Zeit. Auch Lüschers Fotodokumentationen sind als  Beschäftigung mit Fragen von Vergänglichkeit und Beständigkeit zu verstehen.

 

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 25. Januar, um 18 Uhr werden Ingeborg Lüscher und Monika Huber anwesend sein und in einem von Prof. Dr. Georg Imdahl moderierten Gespräch über ihr künstlerisches Schaffen sprechen.


Zu Monika Hubers Fotoserie Einsdreißig ist im Hirmer Verlag das Künstlerbuch news. the televised revolution (München 2012, 160 Seiten, 53 Farbtafeln, 21,5 x 30 cm; herausgegeben und mit Textbeiträgen von Susanne Fischer u.a., 24,90 Euro, erhältlich im Kubus von Situation Kunst) erschienen.

 

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Begleitprogramm zur Ausstellung

 

 

Aktuelle Presseberichte zur Ausstellung

Schüler stellen sich der Herausforderung "Kunst"

12. März 2013 | Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Ingeborg Lüscher / Monika Huber. »fremdes sehen«
1. März 2013 | Kunstforum International


Das Wesen der Konflikte. "fremdes sehen" in der Kunstsammlung der Ruhr-Uni Bochum

1. März 2013 | Trailer

fremdes sehen. Monika Huber: Einsdreißig und Ingeborg Lüscher: Die andere Seite

26. Februar 2013 | Kunst Magazin

FREMDES SEHEN. Ingeborg Lüscher und Monika Huber im Kubus

1. Februar 2013 | Rubens

 

Fremdes sehen. Neue Ausstellung in Situation Kunst mit Ingeborg Lüscher und Monika Huber
25. Januar 2013 | Ruhr Nachrichten

Was folgt aus Krieg und Gewalt
25. Januar 2013 | Westdeutsche Allgemeine Zeitung

 

Intime Schmerzensblicke. In Bochum werden Konflikte aus dem nahen Osten künstlerisch visualisiert

25. Januar 2013 | Westfälischer Anzeiger

"fremdes sehen": Ausstellung wird Freitag in der Situation Kunst eröffnet
22. Januar 2013 | lokalkompass.de

 

KUBUS: FREMDES SEHEN
22. Januar 2013 | Ruhr-Universität Bochum


Kubus: fremdes sehen
Januar 2013 | Stadt Bochum

 

 

 

 

 

Förderer

Monika Huber: Einsdreißig

 

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