Kinder sprechen über Kunst

Kunst-AG für Kinder und Jugendliche in den Osterferien 

 

 
Mitarbeiter des Schulteams: Agnes Kwoka-Sprenger, Dennis Hübner, Sebastian Sprenger, Maria Schulte, Celina Knierim
 

Situation Kunst bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren in den Osterferien 2010 die Möglichkeit, sich mit Positionen der Gegenwartskunst auseinanderzusetzen. Dabei soll es in der Beschäftigung mit Arbeiten von Künstlern wie u.a. Richard Serra, Norbert Kricke, Gotthard Graubner und Arnulf Rainer weniger um die Vermittlung von Faktenwissen, als um die Sensibilisierung für ein genaues Hinsehen gehen.

In jeder Ferienwoche geht es jeweils Dienstags und Donnerstags von 11-16 Uhr um Themen wie Farbe, Material, Raum oder Lichtkunst. Die Sammlung von Situation Kunst, die neben dem Schwerpunkt zeitgenössischer Kunst auch jeweils einen Raum mit älteren Exponaten aus Asien und Afrika umfasst, liefert dabei den Kontext für eine intensive Beschäftigung mit den Kunstwerken.

 

Seheindrücke verbalisieren

Das von Studierenden des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität Bochum entwickelte Vermittlungskonzept der Kunst-AGs wurde erstmals in den vergangenen Osterferien praktisch umgesetzt und stieß auf große Resonanz. Anders als in der Schule können die Kinder und Jugendlichen hier Seheindrücke in der direkten Konfrontation mit den Kunstwerken sammeln und so ein Gespür für die Werke und den (musealen) Raum, in dem sie präsentiert werden, entwickeln. Die themenorientierte Erschließung der Kunstwerke und die Kommunikation über visuelle Eindrücke ermöglicht es den TeilnehmerInnen, einen Zugang zur Kunst zu finden, der im Idealfall auch die Wahrnehmung und das Verständnis der eigenen Umwelt schärft. Über das Wahrgenommene zu sprechen und die eigenen Beobachtungen in Worte zu fassen, bildet dabei neben dem genauen Hinsehen einen weiteren Schwerpunkt der AGs.

 

Kunstvermittlung im Dialog

Im Dialog mit den Studierenden können sich die TeilnehmerInnen den Werken visuell wie inhaltlich annähern. An jedem der insgesamt vier AG-Tage geht es dabei um zwei verschiedene Themen. In den etwa zweistündigen Blöcken, zwischen denen sich die Kinder in einer längeren Pause im Weitmarer Schlosspark austoben können, werden die Werke unter verschiedensten Fragestellungen betrachtet. In der Beschäftigung mit Lichtkunst beispielsweise bietet sich die vergleichende Anschauung der Arbeiten von Dan Flavin, François Morellet und Gianni Colombo in Hinblick auf die unterschiedliche Inszenierung von Licht und Raum an. Richard Serras Environment „Circuit“ kann sowohl unter dem Gesichtspunkt des verwendeten Materials und seiner Eigenschaften, als auch bezüglich seiner Statik und Verankerung im Raum befragt werden. So werden nicht nur die Kunstwerke selbst, sondern auch der Kontext, in dem sie gezeigt werden, reflektiert. Die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst wird durch den Blick auf die älteren Exponate aus Asien und Afrika erweitert, durch den auch deutlich wird, dass diese Objekte nicht nur Kunst-, sondern auch Gebrauchsgegenstände waren.

 

Teilnahme an unterschiedlichen Terminen möglich

Eine einzelne AG besteht aus zwei Tagen (Dienstag und Donnerstag) einer Woche. Die Themenverteilung ist jedoch so konzipiert, dass es möglich ist, auch an weiteren Tagen teilzunehmen. Jeder Tag besteht aus zwei Blöcken à zwei Stunden, die jeweils von einer Mittagspause überbrückt werden. Die Kinder werden den ganzen Tag von den Studierenden beaufsichtigt und in der Pause mit einer Mahlzeit versorgt.

 

Infos

Um die Kosten der Mahlzeit in der Mittagspause tragen zu können, wird eine Pauschale von 4 Euro pro Tag und pro Kind berechnet.

 

Termine und Themen:

 

Di 30.03.2010: Lichtkunst und Raum

Do 01.04.2010: Asien und zeitgenössische Plastik

 

Di 06.04.2010: Material und Farbe

Do. 08.04.2010: Afrika und Skuplturen im Weitmarer Park

 

Jeweils 11-16 Uhr

 

Anmeldung unter 0234-2988901 oder info(at)situation-kunst[dot]de