Gott ist tot?!

 
Meister der weiblichen Halbfigur, um 1530

 

Gott ist tot!? Zwölf Werke um und über Christus vom 16. Jh. bis heute

 

Eine Sonderaustellung und eine Podiumsdiskussion veranstaltet von der Stiftung Situation Kunst

 

18. Oktober 2006 bis 11. Februar 2007

 

Auch mehr als 120 Jahre nach Friedrich Nietzsches Feststellung "Gott ist tot" ist das Verhältnis der spätmodernen, aufgeklärten Gesellschaft zur christlichen Religion und ihren Bildprogrammen nicht als erledigt zu betrachten und durchaus auch von einer gewissen Unsicherheit bestimmt. Offensichtlich ist, so Reinhard Hoeps, "auch nach dem Tode Gottes eine entsprechende Trauer- und Gedächtnisarbeit zu leisten". Ausstellung und Gespräch versuchen in diesem Sinne einen neuen Blick auf ein altes Thema zu werfen.

 

Die Ausstellung präsentiert aus Privatsammlungen Werke u.a. von Georg Grosz (1893-1959), Francesco Ferdinandi (1679-1740), dem Meister der weiblichen Halbfigur (1. Hälfte 16. Jahrhundert), Andrea di Lione (1610-1685), Jacob van Oost (1603-1971), Arnulf Rainer (geb. 1929) und Alessandro Varotari, genannt Il Padovanino (1588-1648

 

Podiumsdiskussion

Samstag, 2. Dezember 2006 ab 10.30 Uhr

 

Das interdisziplinäre Wissenschaftsgespräch wird aus unterschiedlichen Perspektiven das wechselvolle Verhältnis zur christlichen Religion und ihren Bildprogrammen beleuchten

DiskussionsteilnehmerInnen

  • Prof. Dr. Reinhard Hoeps, Arbeitsstelle für christliche Bildtheorie, theologische Ästhetik und Bilddidaktik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • Prof. Dr. Volkhard Krech, Lehrstuhl für Religionswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Valeska von Rosen, Kunsthistorisches Intitut der Ruhr-Universität Bochum, zur Zeit Wissenschaftskolleg Berlin
  • Prof. Dr. Gunter Scholtz, Institut für Philosophie der Ruhr-Universität Bochum

 

Eine im Herbst 2007 im Kerber Verlag erschienene Publikation dokumentiert den Gesprächsverlauf der Podiumsdiskussion. Preis: 12,95