Jan Dibbets, Land-Sea Horizon 2 (from Land-Sea Horizon 1-4), 2011, 120,3 x 120,3 cm
Ger van Elk, Kinselmeer, 1997, übermalte Cibachrome-Fotografie zwischen Plexiglas, 100,5 x 192 x 8,5 cm
Ger Dekkers, Hockey Ground, 1972, 70 x 100 cm
Jaap van den Ende, Oevers, Horizontlijn, 2003, Öl auf Leinwand, 11 Teile, 121 x 240 cm

BROKEN LANDSCAPES

Ger Dekkers, Jan Dibbets, Ger van Elk und Jaap van den Ende

6. September 2014 bis 18. Januar 2015


Seit den späten 1960er Jahren beschäftigt sich eine Reihe von Künstlern aus den Niederlanden auf eine eigenwillige, konzeptuell reflektierte Weise mit dem Thema Landschaft. Extrem fragmentierte Blicke, von geometrischen Strukturen bestimmte Detailansichten und Panoramen, zergliederte Perspektiven und geborstene Horizonte charakterisieren ihre Werke. Viele dieser systematisch angelegten Arbeiten basieren auf fotografischen Aufnahmen, ohne dass es sich dabei um Landschaftsfotografien im klassischen Sinn handelt. Collagen, Montagen und serielle Bildfolgen zeigen analytisch zerstückelte Landschaften, die eine Orientierung erschweren oder regelrecht unmöglich machen. Was diese Werkkomplexe bei aller Verschiedenheit miteinander verbindet, ist ein ebenso intensiv beobachtender wie kritisch distanzierter Blick auf die gelebte Umgebung.

 

„Gegenstand meiner Arbeit ist die Art und Weise, in der unsere Kultur auf die Landschaft einwirkt. Die niederländische Landschaft mit ihren Eindeichungen ist ein treffendes Beispiel dafür“, schreibt Ger Dekkers und formuliert damit stellvertretend ein Interesse, das die vier unabhängig voneinander arbeitenden, in der Ausstellung mit exemplarischen Werken versammelten Künstler verbindet. Die mehr oder weniger bewusst reflektierte Gefährdung der holländischen Küstenlandschaft, die dem Meer seit Jahrhunderten und mit anhaltenden Anstrengungen gewissermaßen „abgetrotzt“ wird, bildet neben der radikalen Zersiedelung und fortschreitenden Fragmentierung der Landschaft einen gemeinsamen Subtext für je eigenständige Werkentwicklungen. Die Konstruiertheit der Umwelt spiegelt sich – gebrochen und verfremdet – in komplexen visuellen Konstrukten.

Obwohl die Werke der beteiligten Künstler sich durch konzeptuelle Strenge und einen hohen intellektuellen Reflexionsgrad auszeichnen, sind sie doch zugleich von verblüffender Vielfalt und in den einzelnen Bildfindungen von einem unmittelbar faszinierenden Reiz.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch erschienen (deutsch/niederländisch, 160 Seiten, hardcover mit 89 farbigen Abbildungen und einführenden Texten zu den Werken von Ger Dekkers, Jan Dibbets, Ger van Elk und Jaap van den Ende sowie übergreifenden Texten zu Entwicklungen der niederländischen Landschaftskunst der Gegenwart), erhältlich im Kubus von Situation Kunst für 24 Euro.

 

Download für reprofähige Abbildungen

 

Hier geht es zum Begleitprogramm zur Ausstellung

 

Weitere Stationen der Ausstellung:

 

Ludwig Museum Koblenz
25. Januar 2015 bis 8. März 2015

Stedelijk Museum Schiedam
18. April 2015 – 15. Juni 2015

 

 

 

 

 


 

 


 

LEIHGEBER

Bonnefantenmuseum Maastricht, Kunstmuseum Krefeld, Van Abbemuseum Eindhoven, Von der Heydt-Museum Wuppertal sowie zahlreiche private Leihgeber.


FÖRDERER

Die Bochumer Station der Ausstellung wird unterstützt durch den Förderverein Situation Kunst – Haus Weitmar e.V. sowie die Botschaft des Königreichs der Niederlande in Berlin.