Peter Forth (Foto: Archiv Hans-Otto Forth) wurde am 7. Januar 1940 in Bochum als Sohn des Architekten Hans Forth und seiner Frau Luise geboren. Sein Studium zum Diplom-Ingenieur absolvierte er an der TH München. Er verstarb am 27. Mai 1987 im Alter von 47 an Lungenkrebs. Zum diesem Zeitpunkt hatte er noch verschiedene größere Bauvorhaben in Planung.
Realisierte Projekte
Forth hinterließ eine zwar überschaubare Zahl an Gebäuden, die er entworfen hat, doch verfügt jedes über einen besonderen Charakter, der es aus routinierter Einheitsgestaltung hervorhebt. Peter Forth bevorzugte klare Linien und einen kubusähnlichen Baustil, der als Weiterentwicklung des Bauhaus-Gedankens betrachtet werden kann. Seine Architektur ist sachlich, ruhig, harmonisch und fernab von Zeitgeist-Schnörkeln. Zumeist setzt der Architekt farblich auf den Schwarz-Weiß-Kontrast, der die Bauform zeitgemäß, doch nicht unbedingt abweisend kühl erscheinen läßt.
Trotz eines recht einfachen Grundkonzeptes vermied Forth jede Eintönigkeit. Das beweist überzeugend eine Wohnanlage von elf Reihenhäusern an der Nevelstrasse in Bochum. In strengerer Form gestaltete Peter Forth dagegen das dreigeschossige Praxis-Wohngebäude eines Augenarztes in Wattenscheid. Die Leistung von Peter Forth bestand vor allem darin, daß er sich als Architekt im Bereich der Präsentation von Kunst zurücknahm. Indem er sich zunächst unterordnete, lieferte er der Kunst eine ideale Architektur.
Bei dem Gebäude in Gelsenkirchen-Buer, welches laut der Aussage Prof. Kuno Gonschior von Peter Forth als „sein schönstes Gebäude“ bezeichnet wurde, und der „Situation Kunst“ wurde eine Synthese aus Architektur, Kunst und Natur durch die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsgärtner Peter Schmidt geschaffen. Bepflanzungsplan, Beschaffung und Pflege der Bäume und Pflanzen wurden durch den Landschaftsgärtner Peter Schmidt realisiert.